"Fortbildung"

werkstattwärts

Räume, die Kindern mehr zutrauen

19. Januar 2027 · 09:00–15:30 Uhr
Eckert-Schulen Regenstauf

179 € pro Person
inkl. Seminarunterlagen und Teilnahmebescheinigung

Wie müsste eine Kita aussehen, wenn wir Räume nicht danach gestalten, wo eine Gruppe „hingehört“, sondern danach, was Kinder dort tun, erfahren und lernen können?

Werkstattpädagogik denkt die Kita als vielfältige Bildungslandschaft. Bereiche für Bauen und Konstruieren, Rollenspiel, Bewegung, kreatives Gestalten, Forschen, Sprache oder Rückzug eröffnen Kindern unterschiedliche Zugänge zur Welt.

Dabei geht es um weit mehr als Raumgestaltung. Werkstattpädagogik verändert auch die Rolle der pädagogischen Fachkraft und unseren Blick darauf, wie Kinder lernen.

Darum geht es

In der Fortbildung beschäftigen wir uns damit, wie Räume und Bildungsbereiche so gestaltet werden können, dass Kinder selbstständig tätig werden, eigenen Interessen folgen und ihre Ideen weiterentwickeln können.

Wir schauen darauf,

  • wie aus klassischen Gruppenräumen anregende Bildungs- und Werkstattbereiche werden können,
  • welche Lernbereiche eine Kita braucht und wie diese miteinander verbunden sein können,
  • wie Materialien präsentiert werden, damit sie zum Entdecken und Handeln auffordern,
  • warum weniger Material manchmal mehr Bildungsqualität bedeutet,
  • wie Kinder Räume selbstbestimmt nutzen können,
  • welche Rolle pädagogische Fachkräfte in den einzelnen Bereichen übernehmen,
  • und wie Werkstattpädagogik auch unter den realen räumlichen und personellen Bedingungen einer Kita schrittweise umgesetzt werden kann.

Werkstätten haben dabei zwar thematische Schwerpunkte, bleiben aber bildungsoffen: Beim Bauen entstehen beispielsweise gleichzeitig mathematische, sprachliche, motorische, kreative und soziale Bildungsprozesse. Bildungsbereiche lassen sich deshalb nicht sauber voneinander trennen. bpb.de

Nicht der Raum allein macht Werkstattpädagogik

Ein Bauraum wird nicht automatisch zur Lernwerkstatt, nur weil dort Bausteine stehen.

Entscheidend ist, was Kinder dort selbstständig tun dürfen: auswählen, kombinieren, ausprobieren, verändern, scheitern, neu beginnen und eigene Lösungen entwickeln.

Die pädagogische Fachkraft schafft dafür die Umgebung, beobachtet Bildungsprozesse, greift Interessen auf, stellt neue Materialien oder Fragen bereit und unterstützt dort, wo Unterstützung tatsächlich gebraucht wird. Dieses Verständnis entspricht auch der Beschreibung von Lernwerkstattarbeit als selbstbestimmtem Forschen, Entdecken und Experimentieren. Herder

Für wen?

Für pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Teams, die ihre Raumgestaltung, Bildungsbereiche und pädagogische Organisation weiterentwickeln möchten – unabhängig davon, ob die Einrichtung offen, teiloffen oder gruppenbezogen arbeitet.

Das nehmt ihr mit

Ihr entwickelt einen neuen Blick auf eure Räume und deren Bildungsqualität und bekommt konkrete Kriterien dafür, wie anregende Werkstatt- und Lernbereiche entstehen können.

Dabei geht es nicht darum, die eigene Kita nach einem fertigen Muster umzubauen, sondern zu überlegen:

Welche Räume brauchen unsere Kinder, damit sie selbst tätig werden, ihren Interessen folgen und sich die Welt auf möglichst vielen Wegen erschließen können?

Unverbindlich Anfragen: